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CDU-Initiative CDL

Christdemokraten für das Leben

Christdemokraten für das Leben

CDU-Grundsatzprogramm schützt das Lebensrecht

Wichtige Aussagen im Grundsatzprogramm der CDU

Der CDL Kreisverband Bodenseekreis wird von Frau Dr. Marie-Luise Hiller aus Uhldingen-Mühlhofen geleitet. Die CDL (Christdemokraten für das Leben) ist eine Initiative in der CDU/CSU und setzt sich grundsätzlich für den Schutz des menschlichen Lebens ein.

Das neue Grundsatzprogramm der CDU beschlossen vom 21. Parteitag in Hannover, 3.–4. Dezember 2007 stellt zu diesem Thema das folgende fest:

VI. DIE SCHÖPFUNG UND DAS LEBEN BEWAHREN – FÜR EINE LEBENSWERTE UMWELT

1. Die Würde des Menschen schützen – Vom Beginn bis zum Ende des Lebens

 231. Die unantastbare Würde des Menschen als Geschöpf Gottes ist menschlicher Verfügung nicht zugänglich und ist zu schützen. Der Mensch ist immer Subjekt, er darf niemals Objekt sein. Die Würde des Menschen ist auch für die Bewertung bioethischer Herausforderungen Ausgangs- und Orientierungspunkt. Sie erfordert Achtung und Schutz des menschlichen Lebens in allen Phasen. Das noch nicht geborene Leben bedarf beginnend mit der Verschmelzung von Samen und Eizelle unseres besonderen Schutzes und unseres kritischen Umgangs mit den sich weiter entwickelnden Möglichkeiten der Pränataldiagnostik. Wir treten für ein Verbot der Präimplantationsdiagnostik (PID) ein. Mit den hohen Abtreibungszahlen, die sich auch aus Spätabtreibungen ergeben, finden wir uns nicht ab. Wir müssen Frauen und Männern dabei helfen, sich für das Leben zu entscheiden.

 232. Heilung, Leidminderung und die helfende Begleitung von Menschen in lebensbedrohlichen Situationen sind Ausdruck von Humanität, Solidarität und der im christlichen Glauben begründeten Nächstenliebe. Behinderte, Kranke, Sterbende und Menschen in anderen schwierigen Lebensphasen haben ein Anrecht auf ein menschenwürdiges Leben. Wir unterstützen die Palliativmedizin, die Hospize und andere Formen der Sterbebegleitung, die Sterbenden die letzte Lebensphase und ihnen und ihren Angehörigen ein würdiges Abschiednehmen erleichtern. Aktive Sterbehilfe lehnen wir ab. Wir wollen die Bereitschaft zur Organspende stärken.

 233. Die biomedizinische Forschung bietet Lösungen für Zukunftsprobleme und trägt wesentlich zur Heilung von Krankheiten und Linderung von Leid bei. Chancen und Risiken sind gewissenhaft abzuwägen. Die Achtung der unantastbaren Würde des Menschen hat für uns Vorrang vor der Freiheit der Forschung und der Sicherung von Wettbewerbsfähigkeit. Wir wollen die Beibehaltung des konsequenten Embryonenschutzes und wenden uns gegen verbrauchende Embryonenforschung. Dafür setzen wir uns auch auf europäischer und internationaler Ebene ein. Das Klonen von Menschen lehnen wir ab.


Dr. Maria-Luise Hiller zu Aufgaben und Zielen der CDL

Die CDL – Kreisvorsitzende Dr. Maria-Luise Hiller (Uhldingen-Mühlhofen) referierte auf der Mitgliederversammlung der örtlichen CDU am 07. April 2006 über die Aufgaben und Ziele der CDL:

Die „Christdemokraten für das Leben“ (CDL), eine Initiative in der CDU ist eine Reaktion auf die Entwicklung des §218: 1974 wurde von der sozial-liberalen Regierung die Fristenregelung verabschiedet, welche aber vom Bundesverfassungsgericht als grundgesetzwidrig abgelehnt wurde. 1975 einigte man sich auf das Indikationsmodell.

Von Abtreibungsbefürwortern wurde Abtreibung dem Selbst-bestimmungsrecht der Frau gleichgesetzt ("Mein Bauch gehört mir!"). Es wurde und wird der Öffentlichkeit suggeriert, dass Abtreibung eine Hilfe für die Frauen sei. Das ungeborene Kind wurde dabei nicht genannt. "Pro-familia" bezeichnet in Ihren Informationsmaterialien den Embryo als Schwangerschaftsgewebe.

Als Antwort auf diese Entwicklung und weil sie befürchteten, dass immer mehr CDU-Mitglieder sich mit der Abtreibungspraxis abfinden, gründeten Mitglieder der JU in Nordrhein-Westfahlen 1985 in Bad Godesberg die CDL.

Gründungsmitglied war der CDU-Abgeordnete und jetzige Behindertenbeauftragte der CDU/CSU Hubert Hüppe. Von ihm stammt der Satz: "Abtreibung ist die Einstiegsdroge zum Töten". Wie Recht er hatte zeigen Embryonenforschung und aktive Sterbehilfe (Belgien, Holland).

Nach der deutschen Wiedervereinigung erfolgte die dritte Reform des §218. 1992 wurde das so genannte Schwangeren- und Familienhilfe-Gesetz verabschiedet: Die Fristenregelung mit Beratungskonzept gestattet Frauen nach Beratung mit Ausstellung des Beratungsscheins und einer anschließenden dreitägigen Bedenkzeit eine straffreie Abtreibung innerhalb der ersten zwölf Schwangerschaftswochen. Die Hoffnung, dass durch die Beratung die ungeborenen Kinder besser geschützt werden, hat sich nicht erfüllt. Auch dieses Gesetz wurde vom BVG 1993 korrigiert. Es forderte eine deutliche Ausrichtung der Beratung auf Lebensschutz, außerdem die Einführung einer statistischen Erfassung aller Abtreibungen um das Gesetz eventuell nachbesseren zu können.

Die vierte Reform des §218 trug aus folgenden Gründen nicht zum Lebensschutz bei:
  1. Der Staat sorgte flächendeckend für Beratungsstellen, so daß Abreibungen erleichtert wurden.
  2. Die Beratung soll dem Schutz des ungeborenen Kindes dienen, sie muss jedoch ergebnisoffen erfolgen.
  3. Die Abtreibungen werden zwar von den Krankenkassen abgerechnet, jedoch vom Staat erstattet. (Kosten 2002 ca. 40.000.000 Euro).
  4. Die embryopathische Indikation wurde in die medizinische Indikation aufgenommen, welche keine zeitliche Begrenzung hat; die Folge davon sind die Spätabtreibungen.
  5. Die Meldepflicht wurde nicht in das Gesetz aufgenommen, so daß der Staat trotz hoher Abtreibungszahlen seiner Nachbesserungspflicht nicht nachgekommen ist.
2005 kamen auf 690.000 Geburten 130.000 statistisch erfasste Abtreibungen und weitere etwa 100.000 die nicht oder falsch erfasst wurden. Laut statistischem Bundesamt haben seit 1975 4,2 Millionen Kinder ihr Leben verloren, seriöse wissenschaftliche Schätzungen sprechen von bis zu 8 Millionen Abtreibungen. Die verheerende demographische Situation wird bisher von keinem Politiker mit Ausnahme von Bundespräsident Köhler mit den hohen Abtreibungszahlen in Verbindung gebracht.

Die CDL möchte meinungsbildend in der Öffentlichkeit und innerhalb der CDU wirken; sie will dass das Grundsatzprogramm der CDU, welches ausdrücklich das Lebensrecht der Ungeborenen schützt, wieder wirksam wird. Zur Verwirklichung dieses Zieles haben wir verschiedene Möglichkeiten, zum

Beispiel: 
  • Infostände bei politischen Veranstaltungen, in der Fußgängerzone, an Markttagen
  • Vorträge und Podiumsdiskussionen über Lebensschutzthemen auf Landes- und Kreisebene
  • Kontakte zu Abgeordneten im Bundestag und Landtag
  • Kontakte zu Religions-, Ethik- und Biologielehrern, welche Multiplikatoren sind
Wir vermitteln schwangeren Frauen in Konfliktsituationen Beratung und Hilfe.

Wir klären auf, dass bei einer Abtreibung die Frau das zweite Opfer ist. Weil die meisten Frauen nach einer Abtreibung an dem so genannten PAS (Post-Abortion-Syndrom) leiden, wie zum Beispiel psychosomatische Erkrankungen, Depressionen bis hin zum Suizid.

Zur Zeit besteht wohl wenig Chance am bestehenden §218 etwas zu ändern. Unsere CDL-Politiker setzten momentan bei den Spätabtreibungen an, weil wir dort unsere einzige Möglichkeit sehen etwas zu bewirken. Die Vorgänge in Amerika machen uns Mut. In South Dakota hat ein sehr eng gefasstes Lebensschutzgesetz den Senat passiert, welches der Gouverneur unterzeichnen will (Stand: März 2006).

In ganz Europa hat eine Wertediskussion begonnen; die christlichen Grundwerte müssen wieder entdeckt und umgesetzt werden, dann dürfen die ungeborenen Kinder wieder leben. (0624)

Wer weitere Informationen erhalten möchte oder die CDL finanziell unterstützen möchte, den verweisen wir auf die Internet Seite der CDL ( http://www.bodensee.cdl-bw.de ) und das Spendenkonto der CDL bei der Sparkasse Meschede (BLZ 464 510 12) Kontonummer 2584.